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Ratgeber

Sicherheitsschuhe in kleinen Größen

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Kleine Füße haben es bei Sicherheitsschuhen schwer: Viele Modelle beginnen erst bei Größe 38 oder 39. Betroffen sind Frauen mit kleinen Füßen, Jugendliche in der Ausbildung, Schülerinnen und Schüler im Praktikum und Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Diese Seite erklärt, in welchen Größen es Sicherheitsschuhe gibt, worauf Sie bei der Auswahl achten, was für junge Menschen am Arbeitsplatz gilt und wie Sie die Größe richtig bestimmen.

Welche Größen es gibt

Die Norm EN ISO 20345 legt keine Mindestgröße fest. Welche Größen angeboten werden, entscheidet der Hersteller. Bei vielen Herrenmodellen beginnt die Reihe bei 39 oder 40. Unisex- und Damenmodelle starten häufig bei 35 oder 36, einige auch bei 34. Kleinere Größen sind selten und meist nur bei wenigen Modellen erhältlich.

Für kleine Größen lohnt deshalb der Blick auf Damenmodelle und Unisexmodelle mit breiter Größenreihe. Viele davon sind auch für Herren mit kleinen Füßen passend, weil sie oft nur im Farbdesign und im Leisten leicht abweichen.

Azubis und Jugendliche im Betrieb

Für Auszubildende gelten dieselben Regeln wie für alle Beschäftigten: Ist Fußschutz nach der Gefährdungsbeurteilung erforderlich, stellt der Betrieb ihn bereit und bezahlt ihn. Für Jugendliche gelten zusätzlich die Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes, das bestimmte gefährliche Arbeiten einschränkt. Die Grundlagen erklärt der Artikel Wann Sicherheitsschuhe Pflicht sind.

Wichtig für Jugendliche, deren Füße noch wachsen: Kaufen Sie keine Schuhe eine Nummer größer. Ein zu großer Sicherheitsschuh sitzt schlecht, die Kappe liegt an der falschen Stelle, und die Stolpergefahr steigt. Besser ist ein passendes Paar, das bei Bedarf ersetzt wird.

Schülerpraktikum

Viele Betriebe verlangen auch von Praktikantinnen und Praktikanten Sicherheitsschuhe. Oft stellt der Betrieb Leihschuhe zur Verfügung. Fragen Sie vor Beginn des Praktikums, ob Schuhe gestellt werden, welche Klasse nötig ist und welche Größen vorrätig sind.

Wenn eigene Schuhe angeschafft werden sollen, sind leichte Sneaker in S1P oder S3 eine gute Wahl, weil sie bequem und vielseitig sind. Eine Auswahl zeigt der Ratgeber S1P-Sicherheitssneaker.

Jugendfeuerwehr

In der Jugendfeuerwehr richten sich Kleidung und Schuhe nach den Vorgaben der jeweiligen Feuerwehr und der Unfallkasse. Für Übungen und Dienste werden häufig feste Schuhe oder Stiefel mit Zehenschutz verlangt. Feuerwehrstiefel für Einsatzkräfte folgen einer eigenen Norm, EN 15090, und sind für Jugendliche in der Regel nicht vorgesehen.

Fragen Sie bei der Jugendfeuerwehrwartin oder dem Jugendfeuerwehrwart nach, welche Schuhe gewünscht sind. Häufig sind S3-Stiefel in kleinen Größen eine passende Wahl, wenn sie gefordert werden.

Hinweis:Für Jugendliche gelten besondere Schutzvorschriften. Welche Arbeiten erlaubt sind und welcher Fußschutz nötig ist, legen Betrieb, Schule oder Feuerwehr fest.

Größe richtig bestimmen

Die Größen- und Weitentabelle rechnet die Fußlänge in eine übliche EU-Größe um. Die ausführliche Anleitung steht im Artikel Schuhgröße für Sicherheitsschuhe messen.

  1. 1

    Am Nachmittag messen, mit den Socken, die bei der Arbeit getragen werden.

  2. 2

    Fuß auf ein Blatt Papier an die Wand stellen und die längste Stelle markieren.

  3. 3

    Länge messen und etwa 1,5 cm Zugabe für den Platz vor der Kappe einrechnen.

  4. 4

    Mit der Tabelle des Herstellers vergleichen.

Worauf Sie bei kleinen Größen achten

Bei kleinen Größen fällt das Gewicht des Schuhs stärker ins Gewicht, weil auch kleine Modelle eine vollständige Kappe und Sohle haben. Leichte Modelle helfen, siehe leichte S3-Sicherheitsschuhe.

  • Damen- oder Unisexleisten mit schmaler Ferse
  • geringes Gewicht, damit der Schuh nicht klobig wirkt
  • Weite passend zum Fuß, nicht nur die Länge
  • eine Größenreihe, die bei 35 oder kleiner beginnt
  • die geforderte Klasse auf dem Etikett

Wenn die Füße noch wachsen

Bei Jugendlichen ändert sich die Schuhgröße oft innerhalb eines Jahres. Messen Sie deshalb vor jeder Neuanschaffung erneut und verlassen Sie sich nicht auf die Größe des letzten Paares. Ein Schuh, der vorne bereits an der Kappe anliegt, sollte nicht weiter getragen werden, auch wenn er sonst noch gut aussieht. Druck an den Zehen über viele Stunden ist unangenehm und kann bei wachsenden Füßen zu Beschwerden führen.

Für Betriebe mit mehreren Auszubildenden lohnt es sich, einige Paare in kleinen Größen vorrätig zu halten, damit beim Wechsel schnell Ersatz da ist. Bei der Rückgabe zu kleiner Paare können diese gereinigt an jüngere Azubis weitergegeben werden, wenn der Zustand gut ist und die Hygiene stimmt.

Modelle finden

Viele Damenmodelle und Unisexmodelle mit kleiner Größenreihe finden Sie im Ratgeber S3-Sicherheitsschuhe für Damen. Prüfen Sie beim jeweiligen Angebot, welche Größen tatsächlich lieferbar sind, denn nicht jede Größe ist bei jedem Händler vorrätig.

Damen- und Unisexmodelle ansehen →

Häufige Fragen

Gibt es Sicherheitsschuhe für Kinder? Echte Kinder-Sicherheitsschuhe sind selten. Für Jugendliche gibt es Modelle in kleinen Erwachsenengrößen ab etwa 34 bis 36.

Kann ich einen Damenschuh als Mann tragen? Ja, wenn er passt und die geforderte Klasse hat. Die Schutzwirkung hängt nicht am Geschlecht.

Muss der Ausbildungsbetrieb die Schuhe bezahlen? Ist Fußschutz erforderlich, stellt ihn der Betrieb bereit und bezahlt ihn.

Was tun, wenn keine Größe passt? Fragen Sie den Hersteller nach kleineren Größen oder einer Sonderbestellung, und sprechen Sie mit dem Betrieb über Alternativen.

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