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Problemlösung

Feuchte Füße in Sicherheitsschuhen

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Sicherheitsschuhe sind geschlossen, haben eine feste Kappe und oft eine Membran gegen Nässe. Das schützt, kann aber dazu führen, dass die Füße im Laufe der Schicht feucht werden. Feuchte Haut ist weicher und anfälliger für Blasen, Pilzinfektionen und Geruch. Dieser Beitrag erklärt, woher die Feuchtigkeit kommt, welche Rolle Futter und Membran spielen und welche einfachen Maßnahmen helfen.

Schweiß oder Wasser von außen

Zuerst lohnt die Frage, woher die Feuchtigkeit kommt. Ist der Schuh innen gleichmäßig feucht, ist meist Schweiß die Ursache. Ist er an bestimmten Stellen nass, etwa an der Zehenspitze oder an der Lasche, dringt eher Wasser von außen ein. Dann hilft der Beitrag Wasser dringt in den Sicherheitsschuh ein.

Füße geben über den Tag eine merkliche Menge Feuchtigkeit ab, bei körperlicher Arbeit und Wärme deutlich mehr. Im geschlossenen Schuh muss diese Feuchtigkeit durch Socke, Einlegesohle, Futter und Obermaterial nach außen gelangen. Jede dieser Schichten beeinflusst, wie gut das funktioniert.

Die richtigen Socken

Socken sind die einfachste und wirkungsvollste Stellschraube. Baumwolle nimmt viel Feuchtigkeit auf, gibt sie aber schlecht ab und bleibt nass auf der Haut. Merinowolle und Kunstfasermischungen transportieren Feuchtigkeit besser und fühlen sich auch feucht noch angenehmer an.

Wählen Sie Socken, die faltenfrei sitzen und zur Jahreszeit passen. Im Sommer genügen dünne Funktionssocken, im Winter wärmere Wollsocken. Wechseln Sie bei langen Schichten oder starkem Schwitzen zur Halbzeit die Socken.

Futter, Membran und Obermaterial

Viele S3-Schuhe haben eine Membran wie Gore-Tex. Sie soll Wasser von außen abhalten und Wasserdampf von innen durchlassen. Das funktioniert am besten, wenn außen ein Temperatur- und Feuchtigkeitsgefälle besteht. In warmen, feuchten Hallen kann der Dampf schlechter nach außen gelangen, und die Füße fühlen sich trotzdem feucht an.

Wer in trockenen Hallen arbeitet, braucht oft keine Membran. Ein Schuh mit Textil- oder Meshschaft lässt mehr Luft durch. Ob S1P statt S3 erlaubt ist, entscheidet der Betrieb, siehe S1P oder S3. Leichte Modelle finden Sie im Ratgeber Sicherheitssneaker S1P und S3, Modelle mit Membran für Nässe unter Wasserdichte S3-Sicherheitsschuhe mit Membran.

Einlegesohle und Trocknung

Die Einlegesohle nimmt einen großen Teil des Schweißes auf. Nehmen Sie sie nach jeder Schicht heraus und lassen Sie sie getrennt vom Schuh trocknen. Ersetzen Sie sie nur durch eine Sohle, die der Hersteller für dieses Modell freigibt, besonders bei ESD-Schuhen.

Ein Wechselpaar ist die wirksamste Maßnahme gegen dauerhaft feuchte Schuhe. Ein Schuh braucht meist mehr als eine Nacht, um vollständig zu trocknen. Wenn Sie zwei Paare im Wechsel tragen, startet jede Schicht mit trockenen Schuhen. Wie Sie richtig trocknen, ohne den Schuh zu beschädigen, erklärt Sicherheitsschuhe reinigen und pflegen.

  1. 1

    Nach der Schicht Schnürung öffnen und Einlegesohle herausnehmen.

  2. 2

    Schuh mit Zeitungspapier ausstopfen oder einen Schuhtrockner mit niedriger Temperatur nutzen.

  3. 3

    Bei Raumtemperatur trocknen lassen, nicht auf der Heizung.

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    Am nächsten Tag das zweite Paar tragen.

Hautpflege und Hygiene

Waschen Sie die Füße täglich und trocknen Sie besonders die Zehenzwischenräume gut ab. Ein Antitranspirant für Füße kann bei starkem Schwitzen helfen. Fußpuder nimmt Feuchtigkeit auf, sollte aber sparsam verwendet werden.

Wenn Juckreiz, Rötungen zwischen den Zehen oder rissige Haut auftreten, kann ein Fußpilz dahinterstecken. Dann sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Hinweis:Starkes Schwitzen kann auch gesundheitliche Ursachen haben. Bei anhaltenden Beschwerden, Hautveränderungen oder Schmerzen wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Den passenden Schuh wählen

Bei neuen Schuhen sollte die Umgebung die Wahl bestimmen. Wer überwiegend drinnen arbeitet, ist mit einem luftigen S1P-Modell oft besser bedient. Wer draußen bei Nässe unterwegs ist, braucht wasserabweisendes Obermaterial oder eine Membran und nimmt dafür etwas mehr Wärme in Kauf. Im Winter sind gefütterte Stiefel sinnvoll, im Sommer eher nicht.

Viele Beschäftigte haben deshalb zwei Paare, eines für den Sommer und eines für den Winter. Klären Sie mit dem Arbeitgeber, ob beide Varianten den Anforderungen entsprechen. Eine Auswahl leichter Modelle bietet der Ratgeber Leichte S3-Sicherheitsschuhe.

Leichte S3-Schuhe ansehen →

Häufige Fragen

Sind S3-Schuhe atmungsaktiv? Das hängt vom Modell ab. S3 sagt nur etwas über Wasserabweisung des Obermaterials aus, nicht über Atmungsaktivität. Schuhe mit Membran und Textilfutter sind meist atmungsaktiver als solche mit dichtem Futter ohne Membran.

Hilft eine Einlage mit Löchern? Nur wenn sie vom Hersteller freigegeben ist. Fremde Einlagen können die Kennzeichnung ungültig machen.

Warum sind die Füße trotz Gore-Tex nass? Wenn es innen warm und feucht ist, kann der Dampf nicht schnell genug entweichen. Socken und Wechselpaar helfen hier am meisten.

Kann ich Sicherheitsschuhe ohne Socken tragen? Davon ist abzuraten. Ohne Socken steigt das Risiko für Blasen und Geruch deutlich.

Was Sie dafür brauchen