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Vergleich

S3-Halbschuh oder Sicherheitsstiefel: die Schafthöhe richtig wählen

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Auf vielen Baustellen tragen die einen Halbschuhe, die anderen Stiefel, obwohl beide mit S3 gekennzeichnet sind. Diese Seite hilft Ihnen bei der Entscheidung zwischen Halbschuh, knöchelhohem und hohem Stiefel. Sie erfahren, welche Vor- und Nachteile die Schafthöhen haben, welche Untergründe und Tätigkeiten eher für den einen oder anderen Schuh sprechen und wie sich drei Varianten desselben LOWA-Modells laut Listing unterscheiden. Ob Ihr Betrieb eine bestimmte Schafthöhe vorschreibt, erfahren Sie beim Arbeitgeber.

Was die Schafthöhe ändert und was nicht

EN ISO 20345 kennt verschiedene Bauformen, vom Halbschuh über den knöchelhohen Stiefel bis zum hohen und kniehohen Stiefel. Die Klasse S3 hängt davon nicht ab. Zehenschutzkappe, Durchtrittschutz, wasserabweisendes Obermaterial und Profilsohle sind bei allen Bauformen gleich gefordert.

Was sich ändert, ist der Bereich, den der Schuh umschließt. Ein höherer Schaft hält Steinchen, Schnee, Spritzwasser und Schmutz besser fern und gibt dem Sprunggelenk seitlich mehr Führung. Dafür ist er schwerer, wärmer und schränkt die Beweglichkeit im Sprunggelenk etwas ein. Zusätzlichen Knöchelschutz nach Norm gibt es mit dem Zusatzzeichen AN, das nur bei Stiefeln vergeben werden kann.

Drei Schafthöhen im Überblick

Die Einteilung ist eine Orientierung, keine Regel. Manche Halbschuhe haben einen hoch gezogenen Fersenbereich, manche Stiefel sind sehr leicht. Entscheidend ist, wie Sie sich darin bewegen und ob der Schuh zu Ihrem Untergrund passt.

Nach Untergrund und Tätigkeit wählen

Halle und ebene Böden: Wer überwiegend auf Beton, Industrieboden oder Fliesen geht, kommt mit einem Halbschuh meist gut zurecht. Das geringere Gewicht macht sich bei vielen Schritten pro Tag bemerkbar. Leichte Modelle zeigt der Ratgeber leichte S3-Sicherheitsschuhe.

Baustelle und Hof: Auf Schotter, Erde und Bauschutt knickt man leichter um, und Steinchen fallen in niedrige Schuhe. Hier ist der knöchelhohe Stiefel verbreitet. Gerüst und Leiter: Viele schätzen auf Gerüsten einen festen Stiefel mit gutem Halt, wer viel klettert, achtet zusätzlich auf eine flexible Sohle. Gelände, Forst und Winter: Hohe Stiefel halten Schnee, Matsch und nasses Gras besser ab. Für kalte Tage gibt es gefütterte Modelle unter gefütterte S3-Winterstiefel.

Die besten S3-Sicherheitsstiefel →

Ein Modell in drei Höhen: LOWA Larrox Work GTX

Am LOWA Larrox Work GTX lässt sich der Unterschied gut zeigen, weil es ihn als Lo, Mid und High gibt. Die Angaben stammen aus den Händlerlistings. Alle drei sind als S3 gekennzeichnet, die Lo- und High-Variante zusätzlich mit CI für Kälteisolierung.

Der Vergleich zeigt, dass Sie innerhalb einer Modellfamilie oft dieselbe Sohle und denselben Leisten in mehreren Höhen bekommen. Das ist praktisch, wenn Ihnen ein Schuh gut passt und Sie für Sommer und Winter verschiedene Schafthöhen möchten. Prüfen Sie trotzdem die Kennzeichnung jeder Variante einzeln, denn Zusatzzeichen wie CI sind nicht automatisch bei allen Höhen vorhanden. Weitere Modelle des Herstellers zeigt der Ratgeber LOWA-Sicherheitsschuhe im Vergleich.

Komfort, Klima und Anziehen

Höhere Schäfte bedeuten mehr Material um den Fuß und damit mehr Wärme. Im Sommer in der Halle kann das unangenehm werden, im Winter draußen ist es ein Vorteil. Wer zwischen beiden Welten wechselt, hat oft zwei Paare oder entscheidet sich für einen knöchelhohen Stiefel mit atmungsaktivem Obermaterial.

Beim An- und Ausziehen sind Stiefel aufwendiger. Ein Reißverschluss an der Seite oder ein Drehverschluss wie BOA kann das beschleunigen. Modelle mit Drehverschluss zeigt Sicherheitsschuhe mit BOA-Verschluss. Neue Stiefel brauchen oft etwas Eingewöhnung, Tipps gibt Sicherheitsschuhe einlaufen.

Hinweis:Ein hoher Schaft verringert manche Risiken, verhindert aber kein Umknicken und keine Verletzung sicher. Ob eine bestimmte Bauform vorgeschrieben ist, legt Ihr Arbeitgeber nach der Gefährdungsbeurteilung fest. Fragen Sie im Zweifel Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Häufige Fragen

Ist ein S3-Stiefel sicherer als ein S3-Halbschuh? Nach Klasse nicht, beide erfüllen dieselben Anforderungen. Ein Stiefel umschließt aber mehr vom Fuß und hält Schmutz und Nässe von oben besser ab.

Was bedeutet AN? AN ist ein Zusatzzeichen für geprüften Knöchelschutz. Es kann nur bei Stiefeln vergeben werden und ist bei vielen Modellen nicht vorhanden.

Welche Schafthöhe für Dachdecker und Gerüstbau? Das hängt vom Betrieb ab. Häufig werden knöchelhohe Stiefel mit flexibler Sohle getragen. Klären Sie die Vorgabe mit Ihrem Arbeitgeber.

Sind hohe Stiefel automatisch wasserdicht? Nein. Der Schaft hält Wasser von oben länger ab, die Dichtheit des ganzen Schuhs zeigt aber nur das Zusatzzeichen WR beziehungsweise die Klasse S7.

Was Sie dafür brauchen