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Anleitung

Einlegesohlen für Arbeitsschuhe tauschen

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Die Einlegesohle ist das Teil im Schuh, das am schnellsten verschleißt. Nach einigen Monaten ist sie platt, riecht oder verrutscht. Ein Tausch bringt dann oft mehr Komfort als ein neuer Schuh. Bei Sicherheitsschuhen gibt es aber eine Besonderheit, denn die Sohle ist Teil der Prüfung. Diese Seite erklärt, wann ein Tausch sinnvoll ist, welche Sohlen in Frage kommen, wie Sie richtig wechseln und wie Sie die Einlegesohle pflegen.

Warum die Einlegesohle zur Prüfung gehört

Sicherheitsschuhe werden nach EN ISO 20345 mit der mitgelieferten Einlegesohle geprüft. Sie beeinflusst mehrere geprüfte Eigenschaften: den Abstand der Zehen zur Kappe, die Energieaufnahme im Fersenbereich und bei antistatischen und ESD-Schuhen den elektrischen Widerstand zwischen Fuß und Boden. Eine dickere oder isolierende Sohle kann diese Werte verändern.

Deshalb gilt: Ersatz nur mit Sohlen, die der Hersteller für das Modell vorsieht. Das kann die identische Originalsohle sein oder eine geprüfte Komfortvariante aus dem Zubehörprogramm.

Wann ein Tausch sinnvoll ist

Ist dagegen die Laufsohle abgelaufen, die Dämpfung in der Zwischensohle hart oder der Schaft beschädigt, hilft eine neue Einlegesohle nur kurz. Dann ist der ganze Schuh fällig, siehe Wann Sicherheitsschuhe tauschen.

  • die Sohle ist an Ferse oder Ballen platt gedrückt
  • sie verrutscht, wellt sich oder hat Risse
  • sie riecht trotz Reinigung dauerhaft
  • Sie wünschen mehr Dämpfung oder eine bessere Fersenführung
  • der Schuh ist sonst in gutem Zustand

Welche Sohlen in Frage kommen

Viele Hersteller bieten zu ihren Modellen Ersatzsohlen an, oft auch in mehreren Varianten: mit stärkerer Dämpfung im Fersenbereich, mit ausgeprägter Fußgewölbestütze oder mit Klimafunktion für warme Tage. Bei ESD-Schuhen gibt es eigene ESD-Einlegesohlen, die den Ableitwiderstand nicht stören.

Fragen Sie beim Hersteller oder Händler nach dem Zubehör für Ihr Modell. Die passende Sohle wird meist über die Modellnummer oder Artikelnummer gefunden, die auf dem Etikett im Schuh steht. Wie Sie das Etikett lesen, zeigt der Artikel Kennzeichnung von Sicherheitsschuhen.

So wechseln Sie richtig

Manche Sohlen haben Schnittlinien für mehrere Größen. Schneiden Sie nur zu, wenn der Hersteller das vorsieht, und nur an den markierten Linien.

  1. 1

    Alte Einlegesohle herausnehmen und Größe sowie Modellangabe darauf notieren.

  2. 2

    Innenraum des Schuhs auswischen und trocknen lassen.

  3. 3

    Neue Sohle mit der alten vergleichen, Länge und Form sollten übereinstimmen.

  4. 4

    Neue Sohle einlegen, bis sie an Ferse und Spitze flach aufliegt.

  5. 5

    Schuh anziehen, ein paar Schritte gehen und prüfen, ob die Zehen noch Platz vor der Kappe haben.

Worauf es bei Komfortsohlen ankommt

Komfortsohlen aus dem Herstellerprogramm unterscheiden sich vor allem in drei Punkten. Die Dämpfung sitzt meist als weicheres Material oder als eingelegtes Polster unter Ferse und Ballen. Die Stütze entsteht durch eine geformte Fersenschale und eine Erhöhung unter dem Fußgewölbe, die den Fuß führt. Das Klima wird durch Lochungen, Textilbezüge oder Materialien beeinflusst, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben.

Welche Variante passt, hängt vom Arbeitstag ab. Wer viel steht, profitiert meist von Dämpfung unter der Ferse. Wer viel geht und Treppen steigt, schätzt eine gute Fersenführung. Wer in warmen Hallen arbeitet, achtet auf eine luftige Ausführung. Probieren Sie eine neue Sohle zunächst einige Tage und achten Sie darauf, ob der Schuh vorn enger wird, denn dickere Sohlen nehmen Platz weg.

Komfort ohne Fremdsohle

Wer mehr Dämpfung möchte, aber keine freigegebene Komfortsohle findet, hat andere Möglichkeiten. Gepolsterte Arbeitssocken mit verstärkter Sohle und Ferse bringen spürbar mehr Komfort, ohne den Schuh zu verändern. Zwei Paare im Wechsel geben der Dämpfung Zeit, sich zu erholen.

Ist der Schuh selbst zu hart, lohnt beim nächsten Kauf ein Modell mit dämpfender Zwischensohle. Leichte Modelle mit guter Dämpfung zeigt der Ratgeber leichte S3-Sicherheitsschuhe. Hinweise bei Schmerzen an der Ferse gibt der Artikel Fersenschmerzen in Sicherheitsschuhen.

Leichte S3-Schuhe mit Dämpfung →

Orthopädische Einlagen sind ein eigenes Thema

Ärztlich verordnete Einlagen folgen eigenen Regeln. Sie dürfen nur in geprüften Kombinationen mit bestimmten Schuhmodellen verwendet werden und werden von zertifizierten Orthopädieschuhtechnikern gefertigt. Die Kosten übernimmt häufig ein Kostenträger. Den Ablauf erklärt der Artikel orthopädische Einlagen in Sicherheitsschuhen.

Hinweis:Gel-Einlagen, Fersenkissen und Wärmesohlen aus dem allgemeinen Handel sind für normale Schuhe gedacht. Im Sicherheitsschuh können sie die geprüften Eigenschaften verändern. Verwenden Sie nur freigegebenes Zubehör.

Einlegesohlen pflegen

Nehmen Sie die Sohle jeden Abend heraus, damit sie und der Schuh trocknen können. Viele Einlegesohlen lassen sich mit lauwarmem Wasser und mildem Reinigungsmittel per Hand waschen. Trocknen Sie sie flach bei Raumtemperatur, nicht auf der Heizung, sonst verformt sich das Material. Die Anleitung Sicherheitsschuhe trocknen gibt weitere Hinweise.

Ein Ersatzpaar Sohlen im Spind ist praktisch. So können Sie bei nassen Sohlen sofort wechseln.

Häufige Fragen

Darf ich jede Einlegesohle in den Sicherheitsschuh legen? Nein. Nur Sohlen, die der Hersteller für das Modell freigibt, sind ohne Bedenken einsetzbar.

Wie oft sollte ich die Einlegesohle tauschen? Wenn sie platt, rissig oder verformt ist. Bei täglichem Tragen ist das oft nach einigen Monaten der Fall.

Was ist bei ESD-Schuhen zu beachten? Hier ist eine ESD-geeignete Sohle Pflicht, sonst kann der Ableitwiderstand außerhalb des Bereichs liegen. Mehr dazu im Artikel ESD erklärt.

Kann ich die Originalsohle nachkaufen? Bei vielen Herstellern ja, über Händler oder den Kundendienst.

Was Sie dafür brauchen